
Einst war dies Grenzland. Es war eine Grenze zwischen zwei mächtigen Reichen und Armeen marschierten hier in einen Krieg aus dem niemand zurückkehren sollte. Und dann war der Krieg vorbei, die Reiche waren gefallen und entlang der Grenze begannen die Überlebenden die Last der Vergangenheit abzuschütteln. Sie vergaßen den Streit von einst und dort, wo sie einst die Grenze trennte errichteten sie eine neue Stadt als Zeichen ihrer neugewonnenen Einheit. Zwar kamen aus dem verseuchten Osten immer wieder Wellen seltsamer Krankheiten, zwar litt man auch hier unter den kälter werdenden Wintern, doch das Land gedieh und Custom im Lande Border stieg zu einer der führenden Städte der nicht vergessenen Welt auf. Bis die Toten kamen.
Aus dem Osten krochen sie heran, die degenerierten Abkömmlinge des untergegangenen Reiches, auf der Suche nach neuem, unvergifteten Land. Die Grenzgarde von Custom schlug sie immer wieder aufs neue zurück, denn sie waren stark und mächtig; doch ihr Gegner war Legion, hunderte wurden niedergemacht, hunderte folgten den Gefallenen nach. Kleine Orte am Rand Borders wurden überrannt, ehe die Grenzgarde sie erreichen konnte, doch Custom blieb standhaft und außer Gefahr.
Bis die Nachtschleicher kamen. Generäle wurden nachts in ihren Betten zerfleischt, Waffenlager verwandelten sich unter dem bleichen Vollmond in Feuerhöllen, Menschen verschwanden aus ihren Häusern, nur um bald darauf als willenlose Sklaven der Horde des Ostens wieder zu kehren.
Und eines Nachts zerbarsten die Tore von Custom, und die bleichen Unmenschen öffneten den Horden die Tore. Custom fiel und Border ging unter.
Das einst blühende Land ist verödet, die Menschen geflohen, nur noch Ruinen zeugen vom alten Glanz Customs.
Und immer wieder huschen des Nachts Schatten durch das verwüstete Land, schnell, lautlos, unmenschlich...
Wenn du diese Zeilen liest, gedenke der Toten, denn sie sind rastlos und der Weg ist versperrt.
Kehre um, denn nur noch der Tod wird dich jenseits erwarten.