Drei Kriege vernichteten die Welt; drei Kriege zerstörten fast alles, was je geschaffen wurde....fast.
Der Alte Krieg war die Eröffnung, jahrelang marschierten Armeen, brannten Städte, starben Menschen und zerfielen Staaten. Doch noch nutzte man nicht die apokalyptischen Waffen, welche später die Welt vernichten sollten, noch begnügte man sich mit Gewehren, Panzern, Raketen, einzelnem Giftgas und verbrannter Erde.
Der Alte Krieg hinterlies rauchende Ruinen, doch aus den zerfallenen Staaten von einst erhoben sich einige auf Neue, größer, stärker und machtgieriger als zuvor.
Eine Zeit des Friedens kam, eine Zeit in der die Welt erneut aufblühte; der Fortschritt schien alles Möglich zu machen, selbst nach den Sternen schien man greifen zu können, und die Unsterblichkeit schien nur einen Schritt entfernt.
Es war eine strahlende Welt voller Wunder, wie man sie vorher nicht gesehen hatte und wohl auf Jahrtausende nicht mehr sehen wird. Doch der Kern dieser Welt war Gier.
Und in ihrer Gier, ihrem Streben nach immer Neuem, immer mehr, schufen die Herren der Welt insgeheim Waffen von solcher Macht, wie sie seit dem Morgengrauen der Welt nicht gesehen wurden.
Und eines Tages kam Streit auf, ein nichtiger Streit über eine nichtige Kleinigkeit. Doch keiner war bereit Kompromisse zu schließen.
Es dauerte einen Tag bis die Welt erneut in Flammen stand.
Der Große Krieg begann. Ein Feuersturm zog über die glänzenden Städte und hinterließ nichts als Asche, Ionenstürme fegten die Computer und Elektronik hinweg, von Menschen gemachte Seuchen rotteten ganze Völker aus, Meteore wurde aus dem All gerissen und zermalmten fast uneinnehmbare Bunker, das Wasser ganzer Flüsse verwandelte sich in tödliches Gift.
Und Staub blieb zurück.
Doch die Überlebenden schienen nicht gelernt zu haben. Sie fielen übereinander her, zerfleichten sich gegenseitig mit den perversesten Waffen, die der menschliche Geist je erdacht hatte; Bakterien, die nicht den Tod, sondern nicht-endenden Schmerz brachten, cybernetische Monstren, die sich vom Fleisch der Menschen ernährten, halbwahnsinnige Könige, die in ihrem Laboren Wesen züchteten, die nur von Zerstörung erfüllt waren.
Der Letzte Krieg schien zum Sargnagel der Menschheit zu werden.
Bis eine kleine Schar von Flüchtlingen in den Ruinen einer länggst vergessenen Ortschaft auf den Engel und den Baum traf. Sie hatten die drei Kriege überlebt und immer noch reckten sie sich gen Himmel, voller Hoffnung auf bessere Zeiten. Und hier ließen sich die Flüchtlinge nieder, hier erbauten sie eine neue Stadt und sie benannten sie nach den Worten, welche vor jahrhunderten in den Sockel des Engels eingemeißelt worden waren, PAX.
